Baubeschreibung
Rohbau

Gründung, Bodenplatte, Keller



Unterbau, Streifenfundamente
Bodenplatte mit 6,0 cm Stirnplatten-Dämmung

Bei Häusern auf Bodenplatte wird eine umlaufende Frostschürze ausgehoben und mit Beton gegen das Erdreich ausgegossen. Damit wird die Bodenplatte gegen spätere Beschädigungen durch Frost geschützt.

Unter der Bodenplatte wird eine Schicht aus Mineralstoffgemisch oder Betonrecycling in ca. 15 cm Dicke eingebaut. Die Bodenplatte wird gemäß statischer Berechnung 20 – 25 cm stark in WU-Beton (wasserundurchlässiger Beton) nach Statik ausgeführt. Für den Baugrund wird eine Bodenpressung von mindestens 50 MN/m² vorausgesetzt (siehe Baugrunduntersuchung).

Die Bodenplatte wird seitlich durch eine 6 cm Starke Perimeterdämmung geschützt

In das Fundament wird ein den VDE-Vorschriften entsprechender Fundamenterder aus verzinktem Bandstahl eingelegt

Die Abwassergrundleitungen im Durchmesser 100 bis 150 mm werden innerhalb des Hauses unter der Bodenplatte zusammengeführt und auf kürzestem Weg bis 0,50 m außerhalb der Bodenplatte verlegt.

Wenn vereinbart, bauen wir Ihnen eine Schornsteinanlage für einen Kamin im Wohnzimmer, ein. Dazu gehört die Gründung auf der Kellersohlplatte (oder der Bodenplatte), die erforderlichen Revisionsöffnungen, die Verkleidung des Schornsteinkopfes, der Dachausstieg mit Tritt für den Schornsteinfeger und der Rauchrohrabgang an der gewünschten Stelle. Wir verwenden dazu einen Systemschornstein eines bekannten Herstellers. Mit dem Kaminbauer werden die notwendigen Absprachen geführt.

Großgerät für den Aushub
Baugrube mit Sauberkeitsschicht

Grundlage des Hauspreises ist Erdreich in der Bodenklasse 3-5. Der Grundwasserspiegel liegt mindestens 0,50 m unterhalb der Kellersohlplatte und der Baugrund ist frei von drückendem Wasser (siehe Baugrundgutachten).

Aus dem Baugrundgutachten geht auch hervor, ob zusätzliche Maßnahmen zum dauerhaften Schutz des Kellers gegen Nässe erforderlich sind.

 

Dies können eine Abdichtung gegen drückendes Wasser, eine Ringdrainage oder auch ein WU-Keller aus Beton sein.


Nach dem Aushub der Baugrube wird eine Sauberkeitsschicht aus Beton eingebracht, auf der dann die Kellersohlplatte nach statischer Berechnung in WU-Beton ausgeführt wird.

Betonkellerwände aus Filigran-Doppelwand-Elementen
bituminöse Isolierung von Kalksandsteinmauerwerk
Perimeterdämmung an Betonwand

Bei einem Keller zu Wohnzwecken wird die Kelleraußenwand zusätzlich nach Berechnung wärmegedämmt, ein schwimmender Estrich (mit Wärmedämmung) eingebracht, die Wände geputzt, die Elektroausstattung erfolgt wie in den Wohngeschossen, die Räume mit Heizkörpern versehen (bzw. wenn vereinbart mit Fussbodenheizung), die Fenster entsprechen denen in den Wohngeschossen, die Raumhöhe beträgt dann als Fertigmaß mindestens 2,40m.

Wir werden Sie dazu beraten.  

 

Die Kelleraußen- und Innenwände werden in traditionell handwerklicher Arbeit aus Kalksandstein nach statischer Berechnung gemauert.
Das Außenmauerwerk erhält eine bituminöse Abdichtung gegen nichtdrückendes Wasser.

Die Außen- und die Innenwände werden gegen aufsteigende Nässe durch eingelegt Sperrbahnen nach DIN geschützt.

 

 

Der Raum mit den Hausanschlüssen ist im Keller untergebracht, ebenso die Heizung. Die Rohre für die Entwässerung werden durch die Kelleraußenwand bis ca. 0,50 m außerhalb des Hauses geführt.

Verfüllung und Lichtschächte
Decke über Kellergeschoß

Die sichtbaren Flächen des Mauerwerkes bleiben unbehandelt und können in Eigenleistung mit einem Anstrich versehen werden. Auf Wunsch unterbreiten wir Ihnen auch ein Angebot für einen Innenputz.

Die Rohbau-Raumhöhe der Kellerräume beträgt 2,25 m. Wenn erforderlich und vereinbart, erhalten die Kellerfenster Kunststofflichtschächte mit verzinkten Gitterrosten (gegen Abheben gesichert).

Nach Abschluss der Erdarbeiten wird der Arbeitsraum mit dem vorhandenen Bodenaushub wieder bis zum ursprünglichen Geländeniveau verfüllt (überschüssiger Bodenaushub - siehe Erdarbeiten).

Die Decke über dem Kellergeschoss wird als Stahlbeton Filigrandecke nach statischer Berechnung ausgeführt.

Die Stirnseiten der Decke sind wärmegedämmt. Die Unterseiten sind glatt, die Stöße verfugt.

Erd- und Obergeschoss



Betonieren einer Filigrandecke
Erdgeschoßmauerwerk (hier 3,25 m hoch)

Für das Mauerwerk der Wohngeschosse verarbeiten wir massive Baustoffe, aus denen wir ein einschaliges Mauerwerk mit der berechneten Wärmedämmung erstellen. Damit werden die gewünschten guten bauphysikalischen Eigenschaften des Hauses ermöglicht. Gut geeignet ist dafür Porenbeton (früher Ytong oder Hebel), da hier bereits mit einer 30 cm Außenwandstärke die erforderlichen Werte nach der EnEV meißt erreicht werden. Auf Wunsch und gesonderter Vereinbarung können wir auch eine andere Wandstärke oder einen anderen Baustoff verwenden.  

So z.B. Porotonziegel, Blähton, zweischaliges Mauerwerk mit vorgesetzter Wärmedämmung oder auch eine zweischalige Klinkerfassade.

Haustrennwände bei Doppel- oder Reihenhäusern werden in den Wohnbereichen aus zwei getrennten Wänden mit einer zwischenliegenden 5 cm Dämmplatte erstellt.

Die Innenwände werden aus dem gleichen Baustoff wie die Außenwände nach statischer Erfordernis in 11,5 cm, 17,5 cm oder 24 cm errichtet.

Die Rohbauhöhe des EG beträgt 2,75 m. Im Obergeschoß, wenn nichts anderes vereinbart 2,63 m. Andere Geschoßhöhen können vereinbart werden.

Die Geschoßdecke über dem Erdgeschoß wird in Stahlbeton Filigrandecke nach statischer Berechnung hergestellt. Die Stirnseiten sind wärmegedämmt. Die Deckenuntersichtflächen sind glatt und werden verspachtelt.

Die Außen- und Innenwände des Obergeschosses werden nach statischer Berechnung analog dem Erdgeschoss erstellt (Raumhöhe siehe Seite 5).
Abseitenwände, Vorwände und der Installationsbereich des Sanitärinstallateurs (Schächte, Verkleidungen, Badewanne etc.) können in Trockenbau oder massiv erstellt werden.

Wie in der Planung vereinbart kann der Kniestock (Drempel) in verschiedenen Höhen ausgeführt werden. Wir empfehlen eine Höhe, die eine Nutzung der Räume unter den Schrägen gut möglich macht.

Die Schrägen und Decke zum Spitzboden werden mit Gipskarton verkleidet und verspachtelt.